Hund, Affe, Pferd – FSME bei Tieren

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Frühjahrszeit – Zeckenzeit. Eine der durch die kleinen Blutsauger übertragenen Krankheiten trägt daher auch den bezeichnenden Namen Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, eine Viruskrankheit, die beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen kann und vor der aktuell von Fachleuten gewarnt wird. Aber auch Haustiere wie beispielsweise Hunde und Pferde können an FSME erkranken.

„Unser Wissensstand über FSME bei Tieren ist im Gegensatz zur FSME des Menschen leider noch recht bescheiden“, erklärt Prof. Dr. Jochen Süss vom Nationalen Referenzlabor für durch Zecken übertragene Krankheiten am Friedrich-Loeffler-Institut in Jena.  weiterlesen »

Neue Zeckenart gefährlich für Hunde

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Der Klimawandel mit seinen warmen und regenreichen Wintermonaten ver�ndert auch die Lebensweise der Zecken. Sie sind jetzt bereits das ganze Jahr aktiv und dringen rasant in neue Lebensr�ume vor. Damit steigt f�r Menschen die Gefahr der �bertragung von gef�hrlichen Infektionen wie Borreliose und der Fr�hsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Mit der Auwaldzecke breitet sich derzeit eine neue Art in Deutschland aus, die beim Hund die Babesiose � das so genannte Hundemalaria � �bertr�gt. Die Waldexperten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) raten dringend zu Vorsichtsma�nahmen bei Aufenthalten in der Natur.
Die Zecke als �berlebensk�nstler hat sich offenbar dem ver�nderten Lebensumfeld angepasst. Sie f�llt erst ab einer Temperatur unter sieben Grad in ihren Winterschlaf � fehlende Frosttage sorgen jedoch daf�r, dass die Zecken fr�her in Aktion treten und dass auch ihre Eier unbeschadet �berleben. Mit Folgen f�r Mensch und Tier, denn die Gefahr eines Zeckenbisses bereits in dieser Jahreszeit steigt damit an: Jede dritte Zecke tr�gt Borrelien, mit der Lyme-Borreliose �bertragen wird. J�hrlich erkranken rund 50.000 Menschen in Deutschland an dieser gef�hrlichen Krankheit, die Nervensystem, Gelenke und Gewebe sch�digt. �Wer glaubt, dass in seinem Umfeld keine Infektionsgefahr besteht, der t�uscht sich, denn �berall in Deutschland wird die Borreliose von Zecken �bertragen�, erkl�rt Dr. Wolfgang von Geldern, Pr�sident des Bundesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Die sog. Fr�hsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist trotz ihres Namens nicht auf diese Jahreszeit beschr�nkt. Die durch Hirnhaut- oder Gehirn-Entz�ndung gekennzeichnete Krankheit wird durch Zeckenbisse verursacht. Zecken, die das FSME-Virus �bertragen, treten bislang haupts�chlich in den s�dlichen Landesteilen wie Baden-W�rttemberg und Bayern auf. Doch diese Risikogebiete mit ihrer FSME-Verbreitung werden seit Jahren kontinuierlich gr��er. Dr. Wolfgang von Geldern: �Bislang war nur der S�den betroffen, doch die infizierten Zecken sind auf dem Vormarsch weiter nach Norden.� Die Zecken wandern aufgrund der f�r sie g�nstigen Klimaver�nderungen in neue Lebensr�ume vor und wurden von Forschern bereits in Tschechien, Finnland und nur 200 Kilometer vom Polarkreis entfernt entdeckt.W�hrend es keinen Impfstoff gegen die Borreliose gibt, kann man sich vor FSME durch eine Impfung sch�tzen. Die Gesundheitsbeh�rden empfehlen Menschen, die in den Risikogebieten leben oder dort Urlaub machen wollen, eine Impfung als pr�ventive Ma�nahme.

Mit der Auwaldzecke ist eine gr��ere und buntere Zeckenart auf dem Vormarsch, die beim Hund die gef�hrliche Babesiose �bertr�gt. Die auch als Hundemalaria bezeichnete Krankheit zerst�rt die roten Blutk�rperchen und f�hrt innerhalb weniger Tage nach dem Stich zum Tod. Die Auwaldzecke liebt feuchtere Gebiete wie Auw�lder und Moore. Eine neue Studie hat folgende Gebiete mit besonders starker Verbreitung gezeigt: Berlin, Frankfurt, Magdeburg, Leipzig und T�bingen. Tier�rzte raten Hundehaltern zu einem fr�hzeitigen Schutz durch Zeckenhalsb�nder und Shampoos mit speziellen Wirkstoffen. Spot-on-Pr�parate werden direkt auf die Haut aufgetragen oder im Fell verrieben. Diese Schutzma�nahmen helfen auch bei gew�hnlichen Zecken.

Die Experten der SDW raten zu drei wichtigen Vorsichtsma�nahmen, damit der Aufenthalt in der Natur zeckenbissfrei und ohne Krankheitsfolgen bleibt.
1. Geb�sch, Unterholz und hohe Gr�ser meiden, denn Zecken fallen nicht etwa � wie oft behauptet � vom Baum, sondern warten in diesen Bereichen auf ihren Wirt, von dem sie beim Vorbeigehen abgestreift werden.
2. Nach dem Spaziergang unbedingt Kleidung und K�rper nach Zecken absuchen. Sie sollten innerhalb von zw�lf Stunden entfernt werden, da das Infektionsrisiko mit der Saugdauer steigt. Die gesamte Zecke sollte vorsichtig herausgedreht werden. Die Zecke sollte anschlie�end unbedingt get�tet werden, weil sie auch ohne Blut lange �berleben kann.
3.Helle und geschlossene Kleidung sch�tzt vor Zecken. Festes Schuhwerk und lange Hosen erschweren der Zecke das Finden einer Fl�che zum Blutsaugen.

Eine Zusammenfassung �ber m�gliche Gefahren im Wald bietet das Informationsblatt �Augen auf im Wald! Gefahr erkannt – Gefahr gebannt�. Es kann zum Preis von 25 Cent pro St�ck zuz�glich Porto bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, LV Bayern, Tel.: 089 – 284 394 bestellt werden. Das Infoblatt ist auch f�r Kinder geeignet.
Zahlreiche Informationen finden Sie im Internet, z.B. unter

Hundemalaria in Deutschland: Landkarte zeigt Schwerpunktregionen

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Bei mehr als 1.500 Hunden sind in Deutschland im letzten Jahr die Erreger der Hundemalaria (Babesiose), einer dem Krankheitsbild der menschlichen Malaria ähnlichen Infektionskrankheit, nachgewiesen worden. Unbehandelt stirbt der Hund in der Regel nach wenigen Tagen oder Wochen. Eine neue Übersichtskarte zeigt die weite Verbreitung dieser Krankheit in Deutschland. weiterlesen »